Bratapfel-Tiramisu mit Spekulatius
Bratapfel-Tiramisu mit Spekulatius – Wie Weihnachten im Dessertglas
Es gibt diese Nachmittage, an denen draußen die Kälte richtig unter die Haut kriecht… und man trotzdem irgendwie Lust hat auf was Besonderes. Früher, bei uns zu Hause, war der Dezember ein einziges Fest von Apfelduft und warmen Gewürzen. Meine Oma hatte immer mindestens einen Bratapfel im Ofen – schon ab dem ersten Advent. Und irgendwann hab ich kapiert: Dieses Gefühl, das konnte ich einfangen. In einer Nachspeise. Naja, und dann ist irgendwann dieses Rezept für Bratapfel-Tiramisu mit Spekulatius entstanden. Ehrlich, das war so ein „Mach einfach mal, kann ja nix schiefgehen“-Moment – und es wurde sofort ein Lieblingsdessert.
Ich erzähl dir heute, warum das ganze so irre gut zusammenpasst – und wie du mit wenig Aufwand so ein richtiges „Fest im Glas“ machst.
Warum gerade dieses Tiramisu?
Kurz gesagt: Es ist wie eine Umarmung, nur in Dessert-Form. Ich bin ja nicht so der Fan von klassischen Tiramisu-Rezepten – zu viel Kaffee, zu viel Alkohol, zu schwer irgendwie. Aber dann dieses Bratapfel-Tiramisu… Da treffen fruchtige, säuerliche Äpfel, die gerade noch ein bisschen Biss haben, auf zimtige Spekulatiuskekse. Und dann diese cremige Mascarpone-Quark-Schicht – die schmeckt fast wie süßer Winterhimmel.
Wenn irgendwo Gäste kommen, landet genau das bei mir auf dem Tisch. Und oft reicht die Form nicht mal bis zum nächsten Morgen (und, äh – ich bin da auch keine große Hilfe). Denn mal ehrlich: Wer kann bei Apfel, Zimt, Spekulatius und fluffiger Creme schon „nein“ sagen?

Die Hauptdarsteller – Zutaten, auf die’s ankommt
Ehrlich, die Zutaten sind wirklich unkompliziert. Aber wie so oft: Ein bisschen Auswahl macht’s am Ende besonders. Ich nehm für meine Bratapfel-Tiramisu am liebsten Boskop oder Elstar Äpfel – damit wird’s schön aromatisch und nicht zu süß. Und Spekulatius… mein schwacher Punkt im Winter! Ich mag diese Gewürznote einfach total.
Du brauchst:
- 3–4 Äpfel (z.B. Boskop oder Elstar)
- 2 EL Zucker
- 1 TL Zimt
- 100 ml Apfelsaft oder Weißwein
- 250 g Spekulatiuskekse
- 250 g Mascarpone
- 250 g Quark (oder Schmand)
- 200 ml Sahne
- 3 EL Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 TL Zitronensaft
- Zimt und Spekulatiuskrümel zum Bestreuen (optional)
Schritt für Schritt: Bratapfel-Tiramisu mit Spekulatius
Äpfel vorbereiten: Zuerst schäle ich die Äpfel, entferne Kerngehäuse und schneide sie in kleine Würfel (je kleiner, desto mehr nehmen sie die winterlichen Gewürze auf!). Ab damit in einen Topf, zusammen mit Zucker, Zimt und Apfelsaft oder Weißwein.
Das Aroma… boah. Es duftet sofort nach Weihnachtsmarkt. Kurz aufkochen lassen, dann bei mittlerer Hitze 5-10 Minuten köcheln – so lange, bis die Äpfel weich sind, aber ihre Form behalten. Nicht zu matschig, das ist wichtig! Vom Herd nehmen und komplett auskühlen lassen. (Ich gestehe, ich muss mich immer zusammenreißen, nicht gleich die Hälfte zu naschen.)Mascarpone-Creme zubereiten: Mascarpone, Quark (oder Schmand), Puderzucker, Vanillezucker und Zitronensaft in eine Schüssel geben und glatt rühren – alles schön geschmeidig. Dann die Sahne steif schlagen (ich geb’s zu, manchmal halte ich einfach den Schneebesen mitten rein und mach’s oldschool per Hand… geht auch!). Die Schlagsahne vorsichtig unter die Mascarpone-Mischung heben, damit’s richtig schön luftig bleibt. Du merkst schon beim Probieren: Das hat was von Wolke sieben.
Spekulatius vorbereiten: Spekulatiuskekse grob zerbrechen oder ganz lassen, je nachdem, wie du’s magst. Ich mag’s oft halb-halb, sodass am Ende eine Mischung aus Knusper und größeren Bröckchen bleibt. Wer’s extra crunchy will, steckt ein paar Kekse erst zum Schluss oben drauf – aber Achtung: Im Kühlschrank werden sie etwas weicher (was ich aber gar nicht schlimm finde).
Schichten: Jetzt kommt das Basteln! Du kannst eine große Auflaufform nehmen oder, wenn’s hübsch aussehen soll, Dessertgläser (das beste Argument für Zweit- oder Dritt-Glas…).
Zuerst kommt eine Schicht Spekulatius auf den Boden, dann eine Lage Bratapfelwürfel, dann Mascarponecreme. So weitermachen, bis alles aufgebraucht ist – die Creme ist die Schluss-Schicht.
Tipp: Die letzten Apfelstückchen einfach zwischendurch mal „verkosten“, damit ja nichts übrigbleibt… 😉Kühlen & Garnieren: Ganz ehrlich, der schwierigste Teil ist jetzt das Warten. Mindestens 2-3 Stunden zum Durchziehen in den Kühlschrank stellen – besser über Nacht. Dann verbinden sich die Aromen so richtig schön und die Keksstücke ziehen angenehm nach. Vor dem Servieren unbedingt mit etwas Zimt und – wenn du willst – Spekulatiusbrösel überstreuen. Für den Extra-Kick obendrauf: ein paar geröstete Mandeln oder frische Apfelwürfel als Garnitur. Das knackt und macht richtig was her.
Noch ein paar Gedanken dazu
Manchmal denke ich, dieses Dessert ist das Beste, was aus Weihnachtsplätzchen jemals werden konnte. Besonders liebe ich, wie das Tiramisu mit jedem Löffel anders schmeckt – mal knackig, mal cremig, mal ganz fruchtig. Und es ist so wandelbar: Statt Weißwein kannst du Apfelsaft nehmen (gerade für Kinder super). Wer’s leichter mag, setzt auf Schmand statt Mascarpone – oder beide zusammen.
Was auch toll kommt: Wenn Gäste da sind, packe ich alles in kleine Gläser, dann sieht’s gleich „instagramable“ aus. Okay… ich geb’s zu: Auch, wenn niemand kommt. Einfach, weil ich’s mag. Und falls tatsächlich noch was übrig bleibt (eher selten, haha), hält sich das Bratapfel-Tiramisu im Kühlschrank gut einen Tag. Es wird eigentlich mit jeder Stunde besser.
Ach, und falls du mal Lust auf Abwandlungen hast: Man kann statt Äpfel auch feine Birnenstücke nehmen, Spekulatius gegen Butterkekse oder Amarettini tauschen (aber dann fehlt dir dieser typische Weihnachtskick, sag ich mal ehrlich…).
Also – egal ob für Adventssonntag, Heiligabend, Silvester oder einfach mal so an einem grauen Mittwoch: Dieses Dessert bringt so ein bisschen Sternenglanz in den Alltag. Ich hoffe, du hast mindestens genauso viel Freude damit wie ich (oder meine Freunde, die immer zuerst den Kühlschrank kontrollieren, wenn sie vorbeischauen).
Probier’s unbedingt aus – und vergiss das Naschen beim Zubereiten nicht. Gehört einfach dazu, versprochen!


Bratapfel-Tiramisu mit Spekulatius
- Total Time: 180 minutes
- Yield: 4 servings 1x
- Diet: Vegetarian
Description
Ein weihnachtliches Dessert im Glas, das fruchtige Äpfel und zimtige Spekulatiuskekse kombiniert.
Ingredients
- 3–4 Äpfel (z.B. Boskop oder Elstar)
- 2 EL Zucker
- 1 TL Zimt
- 100 ml Apfelsaft oder Weißwein
- 250 g Spekulatiuskekse
- 250 g Mascarpone
- 250 g Quark (oder Schmand)
- 200 ml Sahne
- 3 EL Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 TL Zitronensaft
- Zimt und Spekulatiuskrümel zum Bestreuen (optional)
Instructions
- Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Mit Zucker, Zimt und Apfelsaft in einen Topf geben und kurz aufkochen. 5-10 Minuten köcheln lassen, bis die Äpfel weich sind.
- Mascarpone, Quark, Puderzucker, Vanillezucker und Zitronensaft in einer Schüssel glatt rühren. Sahne steif schlagen und unter die Mascarpone-Mischung heben.
- Spekulatiuskekse zerbrechen oder ganz lassen, je nach Wunsch.
- Einen Schicht aus Spekulatius, gefolgt von Bratapfelwürfeln und Mascarponecreme in Dessertgläser oder eine Auflaufform schichten. Mit der Mascarponecreme abschließen.
- Mindestens 2-3 Stunden im Kühlschrank kühlen, besser über Nacht.
- Vor dem Servieren mit Zimt und Spekulatiusbröseln bestreuen.
Notes
Das Dessert kann mit gerösteten Mandeln oder frischen Apfelwürfeln garniert werden. Variationen können Birnen oder andere Kekse umfassen.
- Prep Time: 20 minutes
- Cook Time: 10 minutes
- Category: Dessert
- Method: No-Bake
- Cuisine: German
Nutrition
- Serving Size: 1 serving
- Calories: 450
- Sugar: 25g
- Sodium: 200mg
- Fat: 30g
- Saturated Fat: 15g
- Unsaturated Fat: 10g
- Trans Fat: 0g
- Carbohydrates: 50g
- Fiber: 3g
- Protein: 8g
- Cholesterol: 80mg