Osternest-Hefebrötchen selber backen: Das einfache Rezept für die Feiertage mit der Familie

Nahaufnahme eines weichen Hefeteig-Nestes bestreut mit Hagelzucker

Ein Osternest-Hefebrötchen und warum ich sie jedes Jahr wieder backe

Kennst du das, wenn ein bestimmter Duft dich sofort in deine Kindheit katapultiert? Bei mir ist es der nach frischer Hefe, warmem Milchzopf und dieses klitzekleine bisschen karamellisierter Zucker, das immer in der Luft liegt, wenn Ostern vor der Tür steht. Und in genau diesen Momenten muss ich einfach Osternest-Hefebrötchen backen. Die gehören bei uns genauso wie bunte Eier, Schokohasen und das große Kaffeedrama mit der ganzen (leicht chaotischen) Familie dazu.

Ich weiß noch, wie ich als Kind aufmerksam zusah, wenn meine Oma aus dem weichen Hefeteig kleine Zöpfchen flocht, sie zu Nestern formte und am Ende die allercoolsten, buntesten Eier in die Mitte drückte. Nie hat mir ein Frühstück so viel bedeutet wie dieses eine am Ostermorgen. Das erste Osternest-Hefebrötchen auf dem Teller. Die Butter schmilzt darauf – und ich kriege heute noch Herzklopfen, wenn ich diesen Moment wiederbelebe.

Frühstückszauber und warum Hefeteig nie langweilig wird

Jetzt, wo ich selbst Kinder habe, gibt’s bei uns keine Osterfeier ohne Osternester. Sogar mein Mann (nicht gerade der erste am Backofen) wird ganz aufgeregt, wenn er die Brötchen auf dem Blech sieht. Sie sind innen fluffig, außen leicht knusprig, und irgendwie ist das mit den bunten Schoko- oder Zuckereiern in der Mitte immer noch ein Highlight. Mein Sohn mopst sich meistens gleich nach dem Abkühlen die Schoko-Eier und ich tue einfach so, als hätte ich’s nicht gesehen (man muss Prioritäten setzen).

Was ich an diesem Rezept besonders liebe? Hefeteig verzeiht vieles. Selbst wenn’s mal zu warm oder zu kalt ist, wird das Aroma herrlich. Und das Flechten der kleinen Stränge… ich gebe zu, nicht jeder Zopf sieht nach “Backzeitschrift” aus, aber hey, dafür ist jeder individuell. Unsere Nester sind eher rustikal—und ich find sie gerade deshalb so charmant.

Frisch gebackene Osterkränze aus Hefeteig auf einem Kuchengitter

Die richtigen Zutaten (und ein bisschen Mut)

Hier kommt, was du brauchst. Und nein, du musst kein Backprofi sein – du brauchst nur ein bisschen Geduld und Lust am Kneten:

  • 500 g Weizenmehl (Typ 550)
  • 1 Würfel frische Hefe (oder 1 Päckchen Trockenhefe)
  • 60 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 60 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb + 1 EL Milch (zum Bestreichen)
  • Bunte Schoko- oder Zuckereier zum Dekorieren

Wenn mal keine Schoko-Eier griffbereit sind: Zuckereier gehen genauso gut. Oder du nimmst einfach das, was deine Vorratskammer gerade hergibt, selbst kleine Marzipan-Eier wirken super süß.

So kommen die Osternest-Hefebrötchen in deinen Alltag

Jede einzelne Stufe bringt dich ein bisschen näher an diesen Duft, der sich durchs ganze Haus zieht. Ich führe dich gerne Schritt für Schritt durch – und zwischendrin einfach mal durchatmen, du kannst das!

  1. Teig vorbereiten:
  2. Hefe in der lauwarmen Milch auflösen (wirklich lauwarm – zu heiß killt die Hefe, zu kalt lässt sie bockig werden). Zucker dazugeben und fünf Minuten stehen lassen, bis es leicht schäumt. Mehl, Salz, das Ei und die Butter in eine Schüssel geben, Hefemischung dazu und alles mit den Händen (oder der Küchenmaschine, wenn du willst) locker flockig zu einem glatten Teig verkneten. Das dauert locker zehn Minuten. Der Teig fühlt sich richtig soft an – ein bisschen wie ein Babypopo, ich schwöre. Dann abgedeckt an einem warmen Ort mindestens eine Stunde gehen lassen. Der Teig soll deutlich größer werden – wenn du das erste Mal die Schüssel hebst, bist du stolz wie Bolle!
  3. Formen:
  4. Jetzt wird’s kreativ! Den Teig in zwölf gleich große Stränge teilen. Ich wiege da meistens nicht ab, sondern schätze (okay, manchmal entstehen bei mir auch Zehnlinge oder Dreizehnlinge, nobody’s perfect). Je zwei der Teigstränge zu einem kleinen Zopf flechten – geht am besten mit leicht bemehlten Händen – und anschließend zu einem rundlichen Nest aufdrehen. Mittig ein Loch lassen, sonst fällt später das Osterei raus.
  5. Zweite Gehzeit:
  6. Die geflochtenen Nester aufs Backblech (ich lege Backpapier drunter, sonst werden sie mir gern zu dunkel), dann mit einem Geschirrtuch abdecken und nochmal 20 Minuten entspannen lassen. In dieser Zeit rührt bei uns schon die Vorfreude – ich schleiche jedes Mal um die Küche.
  7. Backen:
  8. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Nester sorgfältig mit dem Eigelb-Milch-Mix bestreichen (das macht sie so schön glänzend!). Dann ab in den Ofen für etwa 15–20 Minuten, bis sie goldgelb leuchten. Oh mein Gott, wie das duftet! Ich hocke meistens schon lauernd vor der Ofentür…
  9. Dekorieren:
  10. Lass die Nester abkühlen (ehrlich, Verbrennungsgefahr – ich spreche aus Erfahrung). Dann kommen die bunten Schoko- oder Zuckereier in die Mitte und voilà – du hast deine eigenen Osternest-Hefebrötchen! Wer mag, kann noch Puderzucker drüberstäuben – sieht aus wie Frühlingszauber auf dem Frühstückstisch.

Kleine Tricks, Familientraditionen und warum ich nie nur eines backe

Einmal wurde der Hefeteig bei mir zu fest – zu viel Mehl, aus Nervosität beim Flechten immer nochmal bestäubt, und zack, waren die Osternester fast so groß wie ein Golfball. Mach’s besser: lieber etwas zu klebrig und beim Formen Hände einölen oder bemehlen. Dann werden die Nester schön weich und fluffig.

Für die ganz Faulen (ich schau jetzt niemanden direkt an, aber ich kenne mich…) – den Teig lässt sich auch abends vorbereiten und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Morgens nur noch flechten, nochmal ruhen lassen und backen. Perfekt für Frühaufsteher, aber auch für Leute mit kleinen Kindern, die morgens eh um sechs schon Küche in Beschlag nehmen.

Wir backen meistens die doppelte Menge. Weil: Die Nester machen sich auch großartig als Mitbringsel bei Oma – sie wird jedes Mal ganz sentimental – oder für die Freundin, die Ostern leider arbeiten muss. Sie lassen sich einige Tage in einer luftdichten Dose aufbewahren, schmecken aber (wie bei allen Hefegebäcken) frisch einfach am besten.

Und ehrlich… wenn am Ostermontag noch eines übrig ist (selten, aber kommt vor), dann schneide ich es auf, werfe es in den Toaster und verputze es mit salziger Butter und Marmelade. Irre gut!

So, ich muss jetzt zum Bäcker – Quatsch, natürlich hole ich die Hefe selber! Versuch die Osternest-Hefebrötchen unbedingt mal. Ich verspreche dir, das bringt nicht nur den Duft von Kindheit und Festen zurück, sondern ist auch ein echtes Herzstück auf jedem Ostertisch. Und falls du einen Flecht-Blackout hast: einfach nochmal tief durchatmen, durchschaust du schon. Viel Spaß beim Backen und Feiern – und lass mich wissen, wie deine Nester aussehen!

Goldbraun gebackene Osternest-Hefebrötchen mit einem bunten Ei in der Mitte
Print
clock clock iconcutlery cutlery iconflag flag iconfolder folder iconinstagram instagram iconpinterest pinterest iconfacebook facebook iconprint print iconsquares squares iconheart heart iconheart solid heart solid icon
Nahaufnahme eines weichen Hefeteig-Nestes bestreut mit Hagelzucker

Osternest-Hefebrötchen selber backen


5 Stars 4 Stars 3 Stars 2 Stars 1 Star

No reviews

  • Author: emma
  • Total Time: 80 minutes
  • Yield: 12 servings 1x
  • Diet: Vegetarian

Description

Fluffige Hefebrötchen in Nestform, gefüllt mit bunten Schoko- oder Zuckereiern, perfekt für das Osterfrühstück.


Ingredients

Scale
  • 500 g Weizenmehl (Typ 550)
  • 1 Würfel frische Hefe (oder 1 Päckchen Trockenhefe)
  • 60 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 60 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb + 1 EL Milch (zum Bestreichen)
  • Bunte Schoko- oder Zuckereier zum Dekorieren

Instructions

  1. Hefe in der lauwarmen Milch auflösen und 5 Minuten stehen lassen, bis es schäumt. Zucker hinzufügen.
  2. Mehl, Salz, Ei und Butter in eine Schüssel geben, die Hefemischung hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Abdecken und mindestens 1 Stunde gehen lassen.
  3. Teig in 12 gleich große Stränge teilen und zwei Stränge zu einem Zopf flechten. Die Zöpfe zu Nestern formen, dabei ein Loch in die Mitte lassen.
  4. Die Nester auf ein Backblech legen, abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.
  5. Den Ofen auf 180°C vorheizen, die Nester mit dem Eigelb-Milch-Mix bestreichen und 15-20 Minuten backen, bis sie goldgelb sind.
  6. Nach dem Abkühlen die bunten Eier in die Mitte der Nester fügen und optional mit Puderzucker bestäuben.

Notes

Teig kann auch abends vorbereitet werden und über Nacht im Kühlschrank ruhen.

  • Prep Time: 15 minutes
  • Cook Time: 20 minutes
  • Category: Breakfast
  • Method: Baking
  • Cuisine: German

Nutrition

  • Serving Size: 1 serving
  • Calories: 250
  • Sugar: 8g
  • Sodium: 150mg
  • Fat: 8g
  • Saturated Fat: 4g
  • Unsaturated Fat: 2g
  • Trans Fat: 0g
  • Carbohydrates: 36g
  • Fiber: 1g
  • Protein: 6g
  • Cholesterol: 50mg

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Recipe rating 5 Stars 4 Stars 3 Stars 2 Stars 1 Star