Einfache Reibekuchen ohne Ei und Mehl: Das Originalrezept (Kartoffelpuffer)

Stapel von frisch gebackenen, knusprigen Reibekuchen

Reibekuchen: Wenn Kindheitserinnerungen in der Pfanne brutzeln

Es gibt so Tage, da krame ich alte Fotos raus – du kennst das sicher – und plötzlich lande ich gedanklich wieder bei Oma. Und wehe, ich guck genauer hin: Da sitzt sie am alten Küchentisch, ein Grinsen im Gesicht, während draußen der Novemberregen an die Scheiben klopft. Und in der Luft? Dieser unnachahmliche Duft nach frisch gebratenen Reibekuchen. Ich schwöre: Beim ersten Brutzeln in der Pfanne war der halbe Hinterhof schon auf den Beinen, neugierig die Nasen plattgedrückt am Fenster.

Genau das sind diese „einfachen“ Gerichte, die irgendwie fast alles bedeuten. Mit Reibekuchen verbinde ich Gemütlichkeit, große hungrige Kinderscharen und bestimmt auch mindestens ein verbranntes Fingerchen… Aber hey, ohne Kratzer keine Erinnerungen, oder?

Warum Reibekuchen immer geht (und nie langweilig wird)

Du brauchst mal so richtiges, ehrliches Soulfood? Hier bist du goldrichtig. Klar, das Kartoffelreiben nervt gelegentlich. Aber dann diese erste Ladung im heißen Öl, wenn die Küche sich aufheizt und dieses leise Zischen aus der Pfanne kommt… Da vergisst man glatt die ganze Sauerei, die gleich am Spülbecken wartet (wer hat eigentlich das Spülen nachher erfunden, bitteschön?).

Reibekuchen sind für mich auch so ein Verbindungsritual. Ich mach sie super gern, wenn Freunde spontan auftauchen und wir gar nicht viel im Kühlschrank haben – weil die Zutaten hat man einfach meistens da. Dazu vielleicht noch Apfelmus (am allerbesten natürlich selbstgekocht, aber ja, gekaufte tut’s auch) und jeder sitzt plötzlich da und stippt, genießt, schiebt sich noch einen nach.

Und falls du dich fragst, ob Reibekuchen wirklich knusprig werden können (ich hatte echt ’ne Weile Probleme mit matschigen Klumpen) – ja, können sie! Mit einem einfachen Trick, dazu gleich mehr.

Knusprige Kartoffelpuffer nach Originalrezept in der Pfanne gebacken

Zutaten für meine liebsten Reibekuchen

  • 12 große Kartoffeln (am besten mehligkochend)
  • 3 Zwiebeln
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • Öl zum Braten

Das war’s. Kein Schnickschnack, keine fancy Zusätze – höchstens mal ein bisschen Muskat oder Majoran, wenn’s ganz wild wird. Aber glaub mir: Pur schmecken sie einfach nach… Heimat.

Schritt für Schritt zu knusprigen Reibekuchen

  1. Kartoffeln und Zwiebeln schälen und grob reiben. Ich mach das tatsächlich immer noch mit der Handreibe, auch wenn mir jeder schon so eine Küchenmaschine vorgeschlagen hat. Das gehört für mich dazu. Allerdings – pass auf die Finger auf, wenn du in Gedanken bist!
  2. Kartoffel-Zwiebel-Mischung in ein sauberes Küchentuch geben und kräftig ausdrücken. Und hier liegt der Knackpunkt: Raus mit dem Wasser! Je trockener der „Teig“, desto besser die Kruste. Ich dreh das Küchentuch immer gefühlt bis zum Anschlag… Und ja, die Sauerei – aber lohnenswert.
  3. Masse in eine Schüssel geben und mit Salz und Pfeffer würzen; abschmecken. Nicht zu schüchtern würzen. Grad die Kartoffeln brauchen da ordentlich Geschmack! Wenn du willst, kannst du hier auch mal etwas frisch geriebene Muskatnuss probieren – gibt so einen kleinen Extra-Kick.
  4. Öl in einer Pfanne erhitzen (mittlere Hitze). Das Öl muss wirklich heiß sein (nicht rauchend, aber so dass ein Brotwürfel sofort zischt). Ich nehm meistens Sonnenblumenöl, aber Schmalz bringt sogar noch ein bisschen mehr Aroma, wenn du’s magst.
  5. Mit einem Löffel Portionen abnehmen, in die Pfanne geben und zu flachen Küchlein formen; von jeder Seite goldbraun braten. Sie dürfen ruhig ein bisschen ungleichmäßig sein – das macht’s charmant! Nach etwa 3-4 Minuten wenden, und dann komm der schwierigste Teil: Nicht sofort alles direkt aus der Pfanne essen, sondern Ruhe bewahren.
  6. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm servieren. Guten Appetit! Im Ernst: Frisch und heiß fehlen sie am allerwenigsten. Ich stapel sie auf einem Blech im Ofen, falls mal mehr hungrige Leute am Tisch sind.

Ein Duft, der Kindheit wachruft (und warum ich sie nie ganz gleich mache)

Wenn ich ehrlich bin, schmecken Reibekuchen bei mir jedes Mal ein bisschen anders. Manchmal sind die Kartoffeln wässriger, manchmal schnippel ich doch noch ein Stück Speck rein oder misch ein paar Kräuter unter. Und dann diese Diskussion: Mit Apfelmus oder mit Rübenkraut? Ich gehör ja ganz klar zum Apfelmus-Lager – das süß-säuerliche spielt so genial mit dem knusprigen, salzigen Kuchen.

Letztens hab ich’s sogar mal mit einem Klecks Crème fraîche und Räucherlachs probiert – glaub mir, das klingt verrückt, passt aber (ist dann halt nicht mehr das Kindheitsessen, sondern so… Hipstervariante). Sogar meine Tochter hat sich zum Nachschlag gemeldet („Kannst du das öfter machen, Mama?“ – und das von ihr!).

Und du weißt nie, wie viele du essen willst, bis sie da sind. Angeblich reicht die Menge hier für 4-6 Personen, aber mal ehrlich… bei uns sind sie schneller weg als du „Reibekuchen“ sagen kannst. Wenn was übrigbleibt (selten!), ab in den Kühlschrank, kurz im Backofen aufknuspern – guten Morgen, Resteessen deluxe.

Probier’s aus – und sag mir, wie deine Reibekuchen schmecken!

So, jetzt hab ich dich genug vollgequatscht. Aber ehrlich, ich freu mich, wenn du es mal ausprobierst! Schick mir gern ein Bild (oder erzähl mir, ob’s die Küche auch so komplett vernebelt hat wie bei mir letzte Woche…). Trau dich, Kleckse zu machen und ruhig die Hände schmutzig. Genau das ist doch das Beste am Kochen, oder?

Und vergiss nicht: Reibekuchen sind kein Kunststück, sondern ein kleines, goldbraunes Stück Kindheit. Lass sie dir schmecken – und vielleicht zieht ja der Duft sogar ein, zwei Nachbarn an den Tisch. Würd mich nicht wundern.

Goldbraun gebratene Reibekuchen ohne Ei und Mehl auf einem Teller serviert
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Stapel von frisch gebackenen, knusprigen Reibekuchen

Reibekuchen ohne Ei und Mehl Rezept


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  • Author: emma
  • Total Time: 45 minutes
  • Yield: 46 servings 1x
  • Diet: Vegetarian

Description

Knusprige Reibekuchen aus Kartoffeln und Zwiebeln, die Kindheitserinnerungen wecken.


Ingredients

Scale
  • 12 große Kartoffeln (mehlige Sorte)
  • 3 Zwiebeln
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • Öl zum Braten

Instructions

  1. Kartoffeln und Zwiebeln schälen und grob reiben.
  2. Die Mischung in ein sauberes Küchentuch geben und kräftig ausdrücken, um das Wasser zu entfernen.
  3. In eine Schüssel geben, mit Salz und Pfeffer würzen und gut abschmecken.
  4. Öl in einer Pfanne erhitzen (mittlere Hitze).
  5. Mit einem Löffel Portionen abnehmen, in die Pfanne geben und zu flachen Küchlein formen. Von jeder Seite goldbraun braten.
  6. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm servieren.

Notes

Genieße die Reibekuchen am besten mit Apfelmus oder Rübenkraut.

  • Prep Time: 15 minutes
  • Cook Time: 30 minutes
  • Category: Main Course
  • Method: Frying
  • Cuisine: German

Nutrition

  • Serving Size: 1 serving
  • Calories: 350
  • Sugar: 2g
  • Sodium: 300mg
  • Fat: 20g
  • Saturated Fat: 2g
  • Unsaturated Fat: 15g
  • Trans Fat: 0g
  • Carbohydrates: 45g
  • Fiber: 4g
  • Protein: 6g
  • Cholesterol: 0mg

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